Natürliche Schadstoffe
Nicht alle Schadstoffe sind von Menschenhand gemacht oder werden durch die Menschen verbreitet. Es gibt auch eine Reihe von Stoffen, die in der Natur vorkommen und die nachgewiesen als schädlich für den Menschen und für andere Lebewesen gelten. Es kann sich dabei um Gifte handeln, die von Pflanzen stammen oder auch um Stoffe, die von sehr großen Verschmutzern verbreitet werden. Man denke nur einmal an die Vulkane. Wenn ein Vulkan ausbricht, breitet sich die Asche in der Atmosphäre aus und das nicht nur direkt über dem Vulkan, sondern auf die Entfernung von vielen Tausend Kilometern hin. Jeder hat sicherlich noch den Vulkan auf Island im Kopf, der mit seiner Eruption und der damit verbreiteten Aschewolken den Flugverkehr völlig zum Erliegen brachte. Ein Vulkan bringt aber nicht nur Staub in die Atmosphäre, sondern auch Schwefeldioxid.
Ein weiterer natürlicher Verschmutzer kommt zu Tage, wenn ein Wald brennt. Hier entstehen viele giftige Stoffe, wie Kohlenmonoxid, Phenole oder teerartige Stoffe. Nicht nur aus Gründen der Möglichkeit, dass ein Waldbrand auf eine Siedlung übergreifen kann, werden bei einem solchen Menschen teilweise zum Verlassen der Häuser aufgefordert, sondern auch aufgrund der Giftstoffe, die in die Atemluft gelangen und schwere Vergiftungen hervorrufen können.
Es gibt darüber hinaus noch viele weitere Stoffe, die so wahrscheinlich von den meisten Menschen gar nicht als giftig eingestuft werden und sicherlich nicht einmal bekannt sind. Ein Beispiel dafür ist die Blausäure, die in Mandeln, Nüssen oder Kernen von Obst enthalten ist. Empfindliche Menschen oder Schwangere sollten daher auch mit dem Genuss vorsichtig sein, wobei die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich krank machende Mengen von Nüssen zu verzehren, wohl eher gering sein dürfte. Ein anderer natürlicher Schadstoff ist das Solanin, welches sich in grünen und gekeimten Kartoffeln befindet. Solche Kartoffeln sollten daher auch nicht ausgeschnitten, sondern gar nicht mehr verwendet werden. Zuletzt sei noch die Oxalsäure genannt, die unter anderem in Spinat oder Roter Bete enthalten ist und zur Bildung von Nierensteinen beitragen kann.
Schadstoffe sitzen heute überall, auch in den Zahnfüllungen. Häufig wird angeraten, eine Amalgamausleitung nicht ohne konkreten Verdacht auf eine erhöhte Belastung durch Quecksilber durchführen zu lassen. Der Grund dafür ist, dass davon ausgegangen wird, dass bei der Behandlung giftige Dämpfe freigesetzt werden, die zu einer noch größeren Belastung führen können. Doch mit den modernen Behandlungsmethoden ist das kein Problem mehr, denn sie ermöglichen es so zu arbeiten, dass 99 Prozent der schädlichen Stoffen gefiltert werden. Auch für sehr sensible Menschen, die bereits auf die Quecksilberbelastung durch das Amalgam reagieren, ist diese Behandlung daher geeignet.